Update Januar 2022

Update der Unfallsteckkarte, Update Calendar-Chart 2022, Stand 1.2.2022.

Unfallentwicklung im Januar

Im Januar 2022 mussten insgesamt 18 neue Einträge in die Datenbank aufgenommen werden. Davon entfielen 8 auf Alleinstürze, 2 auf Todesfälle an Bahnübergängen und 8 auf Kollisionen mit verschiedenen KFZ. Damit reiht sich der Januar 2022 beim Vergleich mit dem langjährigen Mittel in die Gruppe der eher unterdurchschnittlichen ersten Jahresmonate ein.

Jahresgang2022_monatlich

Unfälle mit KFZ

Bei den 8 neuen Einträgen aus dem Januar 2022 war in 5 Fällen ein PKW am Unfall beteiligt, wobei gleich zweimal der PKW-Fahrer offenbar bei eher mäßiger Geschwindigkeit aus möglicherweise gesundheitlichen Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und mit dem Radfahrer zusammenstieß. Zweimal handelte es sich bei den anderen Gegnern um größere LKW und einmal um einen Transporter aus der „Sprinter“-Klasse. Je zur Hälfte war das geschlossene Ortsgebiet und das außerörtliche Freiland Schauplatz der Ereignisse.

kfz2022

Im Januar gab es -dem aktuellen günstigen Trend bei dieser Unfallart folgend- erneut keinen tödlichen Unfall mit rechtsabbiegenden LKW. Zweimal allerdings kam es zum Auffahrunfall mit Todesfolge zwischen KFZ und Radfahrern bei Dunkelheit auf der Landstraße. Wenngleich sich im Jahrsverlauf die absolute Anzahl dieser Auffahrunfälle offensichtlich nicht systematisch häuft, fällt doch ins Auge, dass Auffahrunfälle gemessen am sonstigen Unfallgeschehen (und sicherlich auch gemessen am Radverkehrsaufkommen…) im Januar jeweils überrepräsentiert scheinen (siehe gelbe Balkenanteile in der Abbildung unten rechts).

kfz2022_typen 

Rückblick 2021

Das Statistische Bundesamt hat den erheblichen Rückstau in der Aufarbeitung der monatlichen Unfallberichte inzwischen weitgehend abgebaut, so dass derzeit das Zwischenergebnis für den Oktober 2021 vorliegt. Wenngleich diese Berichte keine Angaben zu Unfallhergängen und beteiligten Gegenparteien enthalten, weist das vorläufige Ergebnis bereits darauf hin, dass die von mir auf der Grundlage der eigenen Erfassung prognostizierte Endsumme der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer von etwa 360 mit wachsender Wahrscheinlichkeit zutreffend sein wird. Von Januar bis Ende Oktober hat Destatis erst 325 radfahrende Todesopfer für 2021 gezählt, während es im Vorjahr im gleichen Zeitraum bereits 387 waren. Dieses Minus von 62 Fällen dürfte aufgrund des von mir registrierten sehr günstigen November-Ergebnisses aller Voraussicht nach sogar noch etwas anwachsen, so dass zum Jahresende ein Wert nah am bisherigen Bestwert aus dem Jahr 2013 (354) herauskommen dürfte (426 minus 62 minus „x“). Da sich in den letzten acht Jahren die Radfahrleistung in Deutschland unzweifelhaft beträchtlich erhöht hat, kann man resümmieren, dass das Risiko eines schweren Unfalles in diesem Zeitraum erfreulicherweise stark abgenommen hat.

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