Update April 2022

Update der Unfallsteckkarte, Update Calendar-Chart 2022, Stand 1.5.2022.

Unfallentwicklung im April 2022

Im April 2022 ereigneten sich in Deutschland insgesamt 26 tödliche Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern. Trotz der durchweg durchaus fahrradfreundlichen Witterungsbedingungen reiht sich der April damit unter dem langjährigen Durchschnitt ein.

Jahresgang2022_monatlichDer Blick auf die drei großen Bereiche Alleinunfälle, KFZ-Unfälle innerorts und KFZ-Unfälle außerorts zeigt, dass vor allem der hohe Anteil an Alleinunfällen maßgeblich dazu beiträgt, dass das Monatsergebnis nicht noch günstiger erscheint. Insgesamt 13 Radnutzer und damit genau die Hälfte der Opfer starben ohne Einwirkung weiterer Beteiligter. Zwei weitere Radfahrer starben ohne KFZ-Beteiligung im April 2022 an Bahnübergängen.

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Unfälle mit KFZ

Durch Kollision mit KFZ kamen im April insgesamt 11 Personen ums Leben, wovon nur 3 innerhalb geschlossener Ortschaften nach Kontakt mit fahrenden KFZ starben. Hinzu kommt ein innerörtlicher KFZ-Unfall in Deggendorf am 23.4., bei dem die verstorbene Pedelecfahrerin bergab gegen den Rückspiegel eines betriebsbedingt auf der Fahrbahn haltenden Post-Transporters geriet und schwer stürzte. Im innerörtlichen Sektor wird damit der Bestwert aus dem Vorjahr erneut unterboten, während die Ereignisse im Freiland „nur“ guter Durchschnitt sind. Besonders gegenüber dem April 2020, als gefühlt halb Deutschland während des ersten Lockdowns mit dem Fahrrad zu Ausflügen ins Grüne aufbrach, hat sich die Opferzahl außerorts aber wieder deutlich verringert. 

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Tote-Winkel-Unfälle immer seltener

Im April gab es weder tödliche Auffahr- bzw. Streifunfälle noch Todesfälle durch rechtsabbiegenden Schwer-LKW-Verkehr. Ein Rechtsabbieger-Unglück gab es dennoch am 10.4. in Potsdam. Allerdings ist dieser Fall in gleich dreierlei Hinsicht außergewöhnlich: erstens fand er ausnahmsweise an einem Sonntag statt, während sich Rechtsabbiegerunfälle ansonsten auf die Werktage Montag bis Freitag beschränken. Zweitens war das unfallverursachende Fahrzeug kein großer LKW über 7,5 Tonnen, sondern ausnahmsweise ein kleiner Transporter der Sprinter-Klasse. Und drittens schließlich war die Lenkerin des Unfallfahrzeugs ausnahmsweise weiblich.

Damit erhöht sich in diesem Jahr nach einem Drittel die Zahl der Opfer durch das „Tote-Winkel-Szenario“ auf zwei.  Die bereits in 2021 zu beobachtende Tendenz, dass diese Unfallart immer seltener wird, setzt sich letztlich auch im Jahr 2022 damit vorläufig ungebrochen fort.

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